Russischer Überfall auf die Ukraine

Im Februar traf der russische Angriff auf die Ukraine auf ein Marktumfeld, das ohnehin aufgrund der hohen Inflation und der gestiegenen Zinserwartungen angespannt war. Die internationalen Aktienmärkte – mit verschiedenen Ausnahmen, darunter Australien, Korea und China Festland (CSI 300) – gaben daraufhin zum Großteil nach.

Der deutsche Aktienindex DAX verlor -6,53%, und der breite europäische Index Stoxx Europe 600 gab -6,00% ab. In den USA ging der S&P 500 um -3,02% zurück, und der Hongkonger Hang-Seng-Index schloss mit einem Minus von -4,66%. Weltweite Aktien gaben, gemessen am MSCI World, um -2,53% nach – alle Index-Angaben auf Euro-Basis.

In der ersten Monatshälfte dominierte die Erwartung die Märkte, die US-Notenbank werde im Laufe dieses Jahres die Leitzinsen in mehreren Schritten erhöhen, um die Inflation einzudämmen. Diese war in den USA im Januar auf 7,5% gegenüber dem Vorjahresmonat gestiegen und erreichte damit den höchsten Stand seit 40 Jahren. Haupttreiber waren die rasant gestiegenen Energiepreise und in zweiter Linie die durch die Corona-Krise ausgelösten Materialengpässe sowie Preissteigerungen bei Lebensmitteln.

Auch im Euroraum erreichte die Inflation im Februar mit einer Teuerung von 5,8% gegenüber dem Vorjahresmonat einen Rekordwert. Dies könnte auch die Europäische Zentralbank unter Zugzwang bringen, ihre bislang expansive Geldpolitik zu überdenken: Auf der EZB-Sitzung Anfang Februar verzichte EZB-Präsidentin Christine Lagarde bereits auf ihre sonst übliche Bemerkung, dass es 2022 keine Zinsanhebung geben würde.

In der zweiten Monatshälfte bestimmte zunächst die Furcht vor und schließlich der tatsächliche Einmarsch russischer Truppen in die Ukraine das Marktgeschehen. Eine direkte Folge des Kriegsausbruchs war der erneute Anstieg von Rohstoffpreisen, der wiederum weiteren Inflationsdruck auslösen dürfte. So kletterte der Preis für ein Barrel Öl (Brent) um 10,7% und damit erstmals wieder seit 2014 über die Marke von 100 US-Dollar. Erdgas legte um 16,4% zu, Weizen um 21,9% und Aluminium um 11,5%. Die starken Preisanstiege spiegeln die Furcht vor Liefer- und Versorgungsengpässen wider.

So sehr die Aktienmärkte nachgaben, so sehr suchten die Investoren nach „sicheren Häfen“. Gold war entsprechend gefragt und stieg im Monatsverlauf um 6,22% auf 1.908,99 US-Dollar pro Feinunze. Hochwertige Staatsanleihen waren in der zweiten Monatshälfte ebenfalls stark gefragt, doch standen sie auf der anderen Seite unter Druck aufgrund der anhaltend hohen Inflation und den damit verbundenen Erwartungen hinsichtlich Zinssteigerungen. 10-jährige deutsche Staatsanleihen rentierten Ende Februar mit 0,14% um 13 Basispunkte höher, und die Rendite ihrer US-Pendants stieg um 5 Basispunkte auf 1,83%. Im Vergleich dazu sprang die Rendite 10-jähriger italienischer Staatsanleihen um 42 Basispunkte auf 1,71%.

 

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