Bilanzen beflügeln

Im Oktober entwickelten sich die Aktienmärkte überraschend gut. Das lag nicht zuletzt an den positiven Quartalsbilanzen in den USA und in Europa. Die Aussicht auf eine nur vorsichtige Drosselung der Liquidität in den USA und auf eine weiter expansive Geldpolitik in Europa stimmte die Investoren zuversichtlich.

Die internationalen Aktienmärkte konnten im Oktober die Verluste aus dem Vormonat wieder wettmachen und entwickelten sich, von Japan, Korea und Brasilien abgesehen, erfreulich. Der deutsche Aktienindex DAX gewann 2,81% hinzu, und der breite europäische Index Stoxx Europe 600 stieg um 4,55%. Der US-amerikanische Index S&P 500 kletterte um 7,21%, und auch der Hongkonger Hang-Seng-Index kam um 3,63% voran. Insgesamt legten weltweite Aktien, gemessen am MSCI World, um 5,88% zu – alle Index-Angaben auf Euro-Basis.

Die Aktienmärkte profitierten im Oktober von positiven Quartalsbilanzen in den USA und in Europa. In den USA haben rund drei Viertel der Unternehmen die Erwartungen übertroffen, in Europa waren es über zwei Drittel. Das und die Aussicht auf eine voraussichtlich robuste Konjunktur mit einer sich normalisierenden Inflation im kommenden Jahr hellte die Stimmung an den Märkten auf. Hinzu kam die Erwartung, dass die US-Notenbank den Liquiditätshahn nur behutsam drosseln wird, während die Europäische Zentralbank ihre expansive Geldpolitik beibehält. Diese Faktoren überwogen die Sorgen um weiterhin bestehende Lieferengpässe und steigende Rohstoffpreise, darunter Öl, Kupfer und Weizen. Der Inflationsdruck blieb daher vorerst weiter hoch. In den USA lag die Teuerungsrate bei 5,4% gegenüber dem Vorjahresmonat, im Euroraum bei voraussichtlich 4,1%.

In Deutschland drückten vor allem die Lieferengpässe auf die Stimmung der Wirtschaft, da die Kapazitätsauslastung der Industrien sinkt und steigende Preise im Handel für Pessimismus sorgen. Der deutsche ifo-Geschäftsklima-Index fiel von 98,9 auf 97,7 Punkte und gab damit den vierten Monat in Folge nach. In China ging der offizielle Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe weiter zurück und fiel um vier Basispunkte auf 49,2. Sein Pendant für Dienstleistungen gab ebenfalls nach und lag zum Ende des Monats bei 52,4 Punkten. Als Gründe dafür dürften auch hier die steigenden Rohstoffpreise sowie die nach wie vor bestehende Unsicherheit im Hinblick auf die weitere Entwicklung des chinesischen Immobilienmarktes zu nennen sein.

Auf Sektorenebene konnten sich bis auf Telekommunikation alle Branchen im MSCI World positiv entwickeln. Die Branchen Automobile, Finanzdienstleistungen und Technologie stachen dabei mit besonders guten Ergebnissen hervor.

Auf der Anleihenseite sorgten der Inflationsdruck und die erwartete Liquiditätsdrosselung in den USA für steigende Zinsen. 10-jährige deutsche Staatsanleihen stiegen von -0,20% auf -0,11%. Ihre US-amerikanischen Pendants rentierten mit 1,55% um 6 Basispunkte höher als im Vormonat. Gold konnte etwas von der anhaltenden Inflation profitieren. Der Preis für die Feinunze stieg um rund 1,7% auf 1.789 US-Dollar Der US-Dollar wertete gegenüber dem Euro moderat von 0,864 auf 0,865 Euro auf.

 

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