Geldpolitik stützt Aktienmärkte

Auch wenn der August eher als verhaltener Börsenmonat gilt, die internationalen Aktienmärkte kamen mit wenigen Ausnahmen (Brasilien, Singapur) gut voran. Die Märkte profitierten unter anderem von der weiterhin expansiven Geldpolitik in den USA und im Euroraum, während die weiter gestiegene Inflation die Märkte belastete.

Der deutsche Aktienindex DAX verbuchte ein Plus von 1,87%, und der breite europäische Index Stoxx Europe 600 stieg um 1,98%. In den USA gewann der S&P 500 3,35% hinzu, während der Hang-Seng-Index (Hongkong) nur moderat um 0,06% zulegte. Der weltweite Aktienindex MSCI World schloss den Monat mit einem Plus von 2,35% - alle Index-Angaben auf Euro-Basis.

Die Aktienmärkte profitierten von mehreren Faktoren: Der Vorsitzende der US-Notenbank (Fed), Jerome Powell, beruhigte die Investoren mit seiner Rede beim jährlichen Fed-Treffen in Jackson Hole, dass die jüngsten Inflations-Ausschläge voraussichtlich nur vorübergehender Natur seien und kein unmittelbares Tapering (Rückführung der Anleihekäufe) notwendig sei, auch aufgrund der jüngsten Entwicklung auf dem US-Arbeitsmarkt: Die Arbeitslosenquote lag im August in den USA noch bei 5,2%, und es entstanden nur 235.000 neue Jobs außerhalb der Landwirtschaft. Marktteilnehmer hatten mit mehr als dreimal so vielen neuen Stellen gerechnet. Daher kündigte die Fed bei ihrer Tagung lediglich eine mögliche Abkehr von ihrer ultralockeren Geldpolitik an, ohne jedoch einen konkreten Zeitplan für die Reduzierung der Anleihekäufe zu nennen. Die Renditen von US-Staatsanleihen, die in Erwartung eines Strategiewechsels der Fed stärker gestiegen waren, gingen zum Monatsende daher wieder leicht zurück. Auf Monatssicht stieg die Rendite 10-jähriger US-Treasuries um 9 Basispunkte auf 1,31%. 10-jährige deutsche Bundesanleihen rentierten mit -0,38% um 8 Basispunkte höher.

Weiterhin nahmen es die Aktieninvestoren positiv auf, dass der US-Senat das Infrastruktur-Investitionspaket in Höhe von 550 Mrd. US-Dollar für die kommenden acht Jahre verabschiedete. Und schließlich waren die Anleger erleichtert, dass sich die Delta-Variante des Coronavirus voraussichtlich nicht weiter ausbreitete.

Die weiter steigende Inflation jedoch belastete die Märkte diesseits und jenseits des Atlantiks. In den USA verteuerten sich die Verbraucherpreise um 5,4%, und die Kerninflation (ohne Nahrung und Energie) stieg um 4 Basispunkte auf 3,6% - beide Werte gegenüber dem Vorjahr. Auch im Euroraum kletterte die Inflation gegenüber dem Vorjahr auf 3,0% im August, in erster Linie getrieben durch den Faktor Energie. Die steigende Inflation beeinflusste den Goldpreis auf Monatssicht kaum, dieser blieb bei 1.815 USD/Feinunze nahezu unverändert.

Die Europäische Zentralbank kommentierte den Anstieg der Inflation als ein vorübergehendes, durch Corona-Sondereffekte ausgelöstes Phänomen. Entsprechend kündigte EZB-Präsidentin Christine Lagarde an, die Geldpolitik so lange expansiv zu belassen, bis die Inflationsrate auf mittlere Sicht das Inflationsziel von 2% nicht nur erreiche, sondern dort verharre.

Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich im August leicht eingetrübt, vor allem aufgrund der weiterhin bestehenden Lieferengpässe in der Industrie und pessimistischer Erwartungen im Handel aufgrund der steigenden Preise. Der ifo-Geschäftsklima-Index fiel daher auf 99,7 Punkte (Juli: 100,7).

 

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